Requirements Engineering 3.0 Semantic Technologies for better Requirements

Eine formal eindeutig spezifizierte Anforderung ist der Traum eines jeden Entwicklers oder Analysten. Die Realität sieht natürlich anders aus: Anforderungen werden meist informell, vielfach sogar in reiner Prosa, formuliert. Das ist aus Sicht der Spezifizierenden auch gut und sinnvoll, weil für die Anforderungsspezifikation die Domäne und nicht das Metamodell eines formalen Systems zählt. Diese Diskrepanz zwischen informeller und formaler Anforderungsspezifikation birgt jedoch erfahrungsgemäß ein großes Projektrisiko. Als Begleiterscheinung der Vision des „Semantic Web“ sind in den letzten Jahren Technologien und Ansätze in mittlerweile für den industriellen Einsatz geeigneter Qualität entwickelt worden, welche die dringend benötigten Brücken schlagen können. In diesem Paper werden anhand von anschaulichen Beispielen aus der Projektwelt Einsatzgebiete aufgezeigt, in denen semantische Technologien, vor allem Ontologien, gewinnbringend bei der Anforderungsspezifikation und beim Anforderungsmanagement eingesetzt werden können – quasi Requirements Engineering 3.0.

Lecturers: Dr. Norbert Baumgartner

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